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Einladungsflyer

Ausstellung
Atelier Gruppe
Bilder und Skulpturen




Einige Fotos und Impressionen von der Eröffnung der Ausstellung 15.11-25.11.2007 der AtelierGruppe Neu-Isenburg








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Eröffnungsansprache vom Kulturdezernenten der Stadt Neu-Isenburg Herrn Theo Wershoven anlässlich der Vernissage am 15.11.2007


Meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Freunde der Ateliergruppe Neu-Isenburg,

ich habe die große Freude, nach einjähriger Pause eine liebgewordene Tradition wieder aufzugreifen und eine neue Ausstellung der Ateliergruppe Neu-Isenburg in der Hugenotten-halle zu eröffnen. Die Gruppe hat sich in der Zwischenzeit gewandelt, sowohl was die Besetzung als auch was die Bandbreite der Arbeiten angeht.
Lassen Sie mich Ihnen als Einstimmung und Anreiz zum Besuch dieser Ausstellung einen kleinen Überblick über die einzelnen Künstler und ihr Werk geben:

Lore Beringer malt in Acryl, verwendet diese Farbe aber so zart und fließend wie Aquarell. Sie komponiert Bäume, Wälder und Wasser in jeglicher Form zu Bildern, „in die man eintauchen und in denen man spazieren gehen kann“. „Im Dschungel“, „Stiller See“, „Wildwasser“, „Canada-Impressionen“ – so einige Titel ihrer Gemälde – spiegeln diese Zuneigung zur Natur wieder, schenken dem Betrachter Weite und Ruhe. Sie entsprechen somit dem Anliegen der Künstlerin, nicht Aggression, sondern inneren Frieden und Harmonie zu stiften.

Das Thema „Brückenschlag“ fasziniert die in Istanbul, der Stadt der beiden Kontinente, geborene Künstlerin und hauptberufliche Kinderbuchautorin Aygen-Sibel Celik. Sie kam bereits im Alter von eineinhalb Jahren nach Deutschland und lebt seit 2001 in Neu-Isenburg. Die Titel ihrer kreativen Arbeiten – Aquarelle, Ölgemälde, Buntstiftzeichnungen, Collagen auf Leinwand und Bütten – lesen sich bereits wie ein Gedicht: „In deiner Haut“, „Auf dem Weg“, „Stein auf Stein“, „Es war einmal“, „Weißt du noch...“. Ob eine Skulptur sich aus dem Fels schält, ein junges Gesicht aus einem älteren oder ob ein Bild sich quasi „häutet“ - Aygen-Sibel Celiks Bilder rühren an tiefe Schichten des Unbewussten, wobei die Künstlerin in großer Offenheit die Betrachter selbst zu einer persönlichen Deutung einlädt.

Angelika Koch, Meisterin des Details und der Struktur, ist in ihren Pflanzenstudien sowie in dem eindrucksvollen Gemälde „Crash“ dem stetigen Wandel alles Lebendigen und alles Menschengeschaffenen auf der Spur: Bewundern Sie das indische Blumenwunder Canna indica, das langsame Welken eines tiefgrünen Bananenblattes, die Seerosenbilder. Selbst die zersprungene Windschutzscheibe eines Autos und das Fortschreiten des Rostes an der ausgehängten Tür bergen bei Angelika Koch eine ungeheure, faszinierende Fülle von Licht, Schatten, Reflexen und Farbnunancierungen. Ein Mikrokosmos, der unbedingt zum genauen Betrachten einlädt.

Florian Piel stammt aus Hamburg und ist studierter Psychologe und Informatiker. „Meine Arbeiten sind Mitteilungen in Stein und Farbe“, sagt der Künstler über seine großzügig bemessenen Werke, die sich häufig an seinem eigenen Körpermaß (1 Meter 80) orientieren und dem Betrachter deshalb mehr oder minder „auf Augenhöhe“ begegnen. Die reizvollen Motive in Acryl, darunter viele Gesichter und Figuren, bewegen sich zwischen Realität, Abstraktion und Surrealismus und führen interaktive Titel wie „Selbst“, „Verlockung“, „Begegnung“ und „2 Faces“. Florian Piel spricht – wie könnte es nach dem Gesagten anders sein – gerne mit anderen Menschen über seine Gemälde und Skulpturen, den Augenschein und die Meta-Ebenen dahinter und darüber.

Ruth Raupp entführt Sie mit vitalen Aquarellen in den Süden und in die Südsee: Genießen Sie die pralle Lebensfülle eines Karibischen Marktes, den Farbenrausch üppiger Vegetation, Landschaftsimpressionen von den großen italienischen Voralpenseen, Herbstgedanken in sanften Nuancen. Diese Gemälde, die sich als Drucke auch auf Korrespondenzkarten versenden lassen, sind eine letzte Hommage an den Sommer.

Die Arbeiten der Malerin Elke Braun, die an dieser Ausstellung aus Krankheitsgründen leider nicht persönlich teilnehmen kann, erzählen von ihrer tiefen Zuneigung zum Menschen und von ihren Reisen in alle Welt. Ob „Hongkong“ oder „Manhattan“, Porträtstudien in Bleistift von „Pablo Picasso“ oder „Alex Katz“ – die Begegnung und der Dialog spielt auch in diesen Gemälden, mit ihrem bestimmten, ausdrucksstarken Strich, die entscheidende Rolle.

Gastkünstler der Ateliergruppe ist in diesem Jahr schließlich der in Rosenheim geborene Roland Zehetmeier, der sich in seiner bildhauerischen Arbeit intensiv mit menschlichen Ausdrucksformen beschäftigt. Während der Arbeit am Stamm begibt er sich in einen dynamischen Austausch mit dem lebendigen Material Holz, schält nach und nach die Oberfläche einer Figur heraus, die unter seinen Händen Eigenleben und Dynamik, Schönheit und Emotion, Körper und Geist gewinnt. Ausdrücklich wollen seine menschlichen Gestalten – wie die hier gezeigten „“Io“, „Junge Frau“, „Lehnend“ und „Stop“ – nicht nur angesehen,
sondern angefasst und gespürt werden, um ihre Lebendigkeit quasi mitteilen zu können. Zehetmeier, der seine Skulpturen unter anderem in Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Brixen/Südtirol präsentiert, ist dem Neu-Isenburger Publikum durch die Ausstellung „Blicke unter die Haut“, im Jahr 2005 in der Stadtgalerie bekannt.

Nach diesem „Rundgang in Gedanken“ darf ich Sie herzlich einladen, den Worten Taten folgen zu lassen und sich mit allen Sinnen an den hier gezeigten Exponaten zu erfreuen. Die Ausstellung ist ab heute bis einschließlich Sonntag, den 25. November täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr und bei Veranstaltungen geöffnet – regelmäßig werden einige Künstler und Künstlerinnen anwesend sein. Sie freuen sich auf Ihr Interesse und das Gespräch mit Ihnen!